Mehr als eine Zukunftsvision: Elektromobilität

Donnerstag 24. Januar 2019
Mehr als eine Zukunftsvision: Elektromobilität

Elektromobilität ist ein zentraler Faktor in der nachhaltigen und umweltfreundlichen Entwicklung der Gesellschaft. Es wird immer mehr auf fossile Rohstoffe verzichtet und vermehrt auf erneuerbare Energien gesetzt. Elektroautos sind stark im Kommen, aber auch Roller, Fahrräder oder Busse sind bereits auf dem Markt.


Tesla, der Vorreiter aller Elektroautos, setzte sich als erster Anbieter das Ziel Elektromobilität der breiten Masse zugänglich zu machen. Die strombetriebenen PWKs gibt es längst nicht nur noch vom Pionier, sondern von den meisten bekannten Automarken, wie unter andrem VW. Die deutschen Automobilkonzerne bleiben im internationalen Vergleich konkurrenzfähig, da sie über die Hälfte der weltweit produzierten Elektroautomodelle herstellen (https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/e-mobilitaet/kaufen/neue-elektroautos/).


Die EU unterstützt den neuen Markt für Elektroautos, denn ab 2020 muss jeder Autohersteller einen Grenzwert an CO2-Emissionen unterschreiten oder tief in die Tasche greifen und Strafen zahlen. Dieser Grenzwert soll bis 2030 weiter reduziert werden und schon 2050 bei null liegen. Deutschland hat sich ebenfalls hohe Ziele gesteckt, denn bis 2022 sollen rund eine Millionen Elektroautos auf den deutschen Straßen fahren.


Innerhalb der letzten zwei Jahre haben sich die Zulassungen von Elektroautos fast verdoppelt. Bisher gibt es knapp 200.000 Elektofahrzeuge in Deutschland, die entweder voll elektrisch betrieben werden oder Hybride sind. Diese sogenannten Plug-in-Hybride verfügen über beides – einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor – was vor allem ihre Reichweite verbessert.


Wer sich privat für ein Elektromodell entscheidet, kann sich die Anschaffung mit mehreren tausend Euro subventionieren lassen (http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/elektromobilitaet_node.html). Deutschlands Süden geht beispielhaft voran: Bayern und Baden-Württemberg stellen bisher die meisten Anträge für den Umweltbonus. Diese Förderung kann noch bis mindestens Juni 2019 in Anspruch genommen werden. Auch elektronische Dienstwägen werden begünstigt, hier sollen Steuervorteile die Anschaffung fördern.


Weiterhin werden mehr Ladestationen gebaut, die die Nutzung von Elektroautos attraktiver machen. Somit gibt es in Deutschland bereits über 16.000 Lademöglichkeiten, die sich vorwiegend auf öffentlichen Parkplätzen und in Parkhäusern, aber auch an Energieunternehmen und Hotels finden. Europaweit sollen vor allem mehr Schnellladesäulen entstehen, allein ¼ davon in Deutschland. An ihnen wird es Möglich sein auch große Modelle in nur 30 Minuten aufzuladen. Die Leistung von 350kW kann derzeit kein Elektroauto voll aufnehmen. Modelle von Mercedes und Audi bringen aktuell bis zu 300kW Leistung, Porsche kündigte eins mit 450kW an.


Die Probleme der E-Mobilität äußern sich besonders darin, dass die Ladestationen nicht gleichmäßig verteilt sind und es besonders in ländlicheren Gebieten wenige öffentliche Lademöglichkeiten gibt. Die Anschaffung der Wägen ist außerdem recht kostspielig, was die bisher geringe Anzahl an Elektroautos auf unseren Straßen erklärt. Allerdings vergrößert sich das Angebot und ist motiviert durch Wirtschaft und Umweltschutz – auch das sind die wichtigsten Faktoren, die für den Erwerb eines solchen Wagens als Privatperson sprechen.


Langfristig werden Verbrennungsmotoren unwirtschaftlich, da die entsprechenden Modelle nicht mehr produziert und vertrieben werden. Die Begrenzung an CO2-Emissionen ist für Automobilhersteller nicht anders einzuhalten und macht Elektroautos zu einem wichtigen Teil der Energiewende. Doch es gibt noch mehr Vorteile für die Fahrer von Stromern, die durch das Elektromobilitätsgesetz geregelt werden.


Kostenloses Parken dank E-Mobilität

Das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) von 2015 besagt, dass Städte und Gemeinden individuelle Sonderregelungen für Elektrofahrzeuge erteilen dürfen. Das reicht von reduzierten Parkgebühren bis hin zu kostenlosem parken oder weiteren Privilegien, wie der Mitbenutzung der Busspur.


Hamburg, Stuttgart oder Konstanz erlassen Ihren Autofahrern die Gebühren, sofern auf dem Nummernschild ein „E“ steht. Für diese werden in der Regel sogenannte 3D-Kennzeichen verwendet, die aus umweltfreundlicherem Kunststoff statt Aluminum hergestellt werden. Diesem Beispiel folgen immer mehr Städte, wie auch München, Braunschweig und Jena. Besonders häufig ist das Parken an Ladestationen kostenlos, also fallen keine zusätzlichen Kosten zum Strom an.


Elektromobilität in Konstanz

Der Landkreis Konstanz unterstützt die Energiewende, insbesondere was Elektromobilität angeht. Seit 2014 dürfen Elektroautos dank einer blauen Plakette in fast allen Kommunen kostenlos parken, seit dem Elektromobilitätsgesetz ist die Plakette nicht mehr notwendig, da durch das Nummernschild angegeben wird, ob es sich um ein Elektroauto handelt. Außerdem gibt es bereits 12 Ladestationen in Konstanz, was etwa die Hälfte aller Ladestationen im Landkreis Konstanz ausmacht. (https://www.lemnet.org/de/map/?destination=konstanz)


Diese gehören zu Hotels, öffentlichen Parkplätzen oder Parkhäusern. Das bekannteste davon ist das Parkhaus des Einkaufszentrums „Lago“, wo Fahrer von Elektroautos bis zu zwei Stunden kostenlos parken während sie einkaufen. Wo ein hohes Verkehrsaufkommen stattfindet, wie es häufig in der Konstanzer Innenstadt zu finden ist, entlasten Elektrofahrzeuge die Umwelt. Durch weniger Geräusch- und Feinstaubemissionen wird dazu beigetragen, dass weder Bewohner der Stadt gesundheitliche Schäden erleiden, noch der Bodensee und seine Bewohner verschmutzt oder gestört werden. Übrigens finden sich auf dem See einige solarbetriebene Schiffe, die das Biotop schonen. E-Mobilität beschränkt sich also nicht nur auf unsere Straßen, sondern weitet sich auf alle Verkehrsbereiche aus. Busse und Bahnen werden die nächsten Fahrzeuge sein, die elektrifiziert werden.


Besonders in Gegenden, wie weniger gut angebunden sind, ist E-Mobilität attraktiv. Vororte oder Pendlerstrecken können leicht und umweltschonend zurückgelegt werden ohne an den ÖPNV gebunden zu sein. Die steigenden Reichweiten von Elektroautos sind ein Vorteil, aber derzeit für den Alltag ausreichend. Das Fahrzeug kann dann Zuhause oder bei der Arbeit aufgeladen werden und der Bedarf öffentlicher Ladestationen ist eher die Ausnahme.


Dennoch können private Ladestationen auch für andere zur Verfügung gestellt werden, wie es das Pilotprojekt „e-mobil Kreis Konstanz“ vorsieht. Ein intelligentes Ladekabel sorgt für eine genaue Abrechnung und weitere Anwendungen, wie spezielle Apps zum freischalten des Stroms sind nicht notwendig. (https://www.energieagentur-kreis-konstanz.de/fileadmin/Redakteur/2015_02_Zweiseiter_Projektteilnehmer_Druck.pdf)


Elektromobilität und privatparker

Wir möchten ebenfalls einen Beitrag zur Energiewende leisten und eine kostenlose Ladestation auf jedem Privatparkplatz von privatparker.com zur Verfügung stellen.


Da die Fördermittel für Angebote in der E-Mobilität noch nicht erschöpft sind, sollen die Ladestationen durch öffentliche Fördermittel finanziert werden. Dies gelingt durch eine hohe Abnahmemenge und daraus folgende niedrigere Preise. Die Anbindung der Ladestationen wird durch Kommunikation mit der Stadt und Energiekonzernen unsererseits sichergestellt.


Die Zukunft der Elektromobilität

Die E-Mobilität ist ein großer Schritt in Richtung Umweltschutz, der von Politik und Wirtschaft gleichermaßen vorangetrieben wird. Automobilhersteller, Energiekonzerne und Städte planen gemeinsam und arbeiten an nutzerfreundlichen Konzepten zu Verkehrsmanagement und Lademöglichkeiten. Der Ausbau dieser steht hierbei im Fokus, denn „Smart Traffic“ soll zukünftig im Boden integrierte Ladeplatten bieten. Elektroautos würden so mit Strom versorgt und würden – wie die klassische Autobatterie – während dem Fahren aufladen. Somit ist die Versorgung durch öffentliche Ladestationen weniger relevant im alltäglichen Gebrauch des Wagens. Außerdem sollen intelligente Ampelsysteme den Verkehr besser regulieren und Fahrzeuge des ÖPNV durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt werden.

Jetzt Parkplatz anbieten!

In vier einfachen Schritten Ihren Parkplatz anbieten und täglich Geld verdienen.

parking image footer
Auch wir benutzen Cookies um die Nutzung dieser Seite zu verbessern. Hier erfahren Sie mehr.